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Verschiedene Gartengeräte auf einem Tisch

Gartentipps Monat September 2024

September 2024

Kartoffeln

(Quelle: AdobeStock_Natara)

Erdäpfel ernten und richtig lagern

Die Ernte von Lagerkartoffeln beginnt je nach Sorte und Witterung Anfang September und kann bis Mitte Oktober gehen. Am besten erntet man bei trockenem Wetter. Sobald das Kartoffelkraut welkt, wartet man noch 2-3 Wochen. Ist die Schale fest, sind die Knollen gut lagerfähig. Mit einer Grabgabel hebt man die Kartoffeln behutsam aus der Erde. Kartoffeln lagert man dunkel, kühl und luftig. Lagern die Knollen zu hell, vergrünen sie. Grüne Knollen sollten aufgrund des hohen Solaningehaltes nicht gegessen werden. Sie eignen sich dennoch als Pflanzgut für nächstes Jahr. Sortieren und lagern Sie ihre Kartoffeln nach Größe und Sorte, es besteht unterschiedliche Lagerfähigkeit. In zu warmen Räumen keimen die Knollen sehr rasch. Kartoffeln mit kleinen Verletzungen können heilen und verkorken. Vor der eigentlichen Lagerung bewahrt man sie dazu für etwa 2 Wochen dunkel und warm (ca. 15 °C) auf. Für die tatsächliche Überwinterung braucht es aber dunkle, kühle (ca. 5° C) und am besten relativ feuchte Räume. Die Temperatur sollte nicht unter 1 ° C sinken. Am besten eigenen sich luftige Holzkisten. Verletzte Erdäpfel faulen und stecken die anderen leicht an. Also getrennt zwischenlagern und möglichst rasch verbrauchen.

 

Wallnussernte – warten lohnt sich

Walnüsse fallen erst vom Baum, wenn sie vollreif sind. Die Nüsse fallen nie alle gleichzeitig herunter. Die Ernte erstreckt sich je nach Witterung von Mitte September bis Ende Oktober. Vorzeitiges ernten lohnt sich nicht. Aroma als auch Lagerfähigkeit werden dadurch merklich beeinträchtigt. Lassen Sie die Nüsse nicht zu lange in der herbstfeuchten Wiese liegen. Tägliches sammeln ist angesagt. Gerade bei schlechter Witterung beugt zeitnahes aufsammeln Schimmelbefall vor. Auch beschädigte oder mit Wallnussfruchtfliege befallene Nüsse sollten nicht liegenbleiben. Für ein rückenschonendes Arbeiten lohnt sich die Anschaffung eines Walnusssammlers. Mittels des drehenden Drahtkorbes werden die Nüsse aufgesammelt, ohne dass man sich bücken muss. Gemähtes Gras unter der Baumkrone erleichtert ebenfalls das Aufsammeln. Kleidung und Hände sollten bei der anschließenden Arbeit geschützt werden. Die grüne Nusshülle enthält Gerbsäuren, welche intensiv braun färben. Vor der Trocknung muss die grüne Hülle entfernt werden. Für die 2–3-wöchige Trocknung der Nüsse eignet sich ein warmes, trockenes und luftiges Plätzchen. Zur Lagerung eignen sich dunkle, kühle und trockene Räume. Bewährt hat sich das Aufhängen in Netzen oder Jutesäcken. Gut getrocknet und sachgerecht gelagert, halten sich Walnüsse bis zu einem Jahr.

 

Durchschlupf für den Igel ermöglichen

Igel sind standorttreu und bleiben ein Leben lang in ihrem Revier. Nacht für Nacht legen sie weite Strecken zurück, um alle möglichen Kleintiere zu erbeuten und auch um paarungsbereite Partner zu finden. Die ursprüngliche Natur hielt nur wenige natürliche Hindernisse wie z.B. Flüsse oder Felsabhänge für den Stachelritter bereit. Heutzutage hat sich die Situation aber grundlegend geändert. Zäune und Mauern an nahezu jeder Gartengrenze. Da sich Igel immer öfter im Siedlungsgebiet aufhalten da sie hier teilweise bessere Lebensverhältnisse vorfinden als in der freien Landschaft, stellt sie das teilweise vor ein grobes Problem. Damit Gärten in das große Streifgebiet der regionalen Igelpopulation eingegliedert werden können, benötigen sie unbedingt eine Zugangsmöglichkeit. Vom ökologischen Standpunkt her wären Wildstrauchecken aus heimischen Gehölzen ideal, denn sie sind der Natur nachempfunden und bieten dem Igel unterschiedlichste Kleintiere und Insekten als Nahrungsgrundlage, Tagesverstecke, sowie ausreichend Nistmaterial in Form von Laub für sein Winterquartier. Im Gegensatz dazu können Mauerfundamente oder Zäune bis zum Boden schnell zum unüberwindbaren Hindernis werden. Um dem Igel einen Zugang zu ermöglichen, reichen schon Durchlässe von mindestens 10 x 10 cm in Zäunen, Sockeln und Mauern. Alternativ kann der Zaun auch in einem Mindestabstand von 10 cm über dem Boden angebracht werden, um dem beliebten Stacheltier Einlass zu gewähren. Auch andere bauliche Maßnahmen sind möglich wie z.B. lockere Befüllungen von Gabionen mit Durchschlupfmöglichkeit oder Latten oder Staketenzäune mit etwas weiterem Abstand der Steher. Auch lebende- oder geflochtene Weidenzäune mit Aussparungen sind möglich und optisch ansprechend.

 

Sind die Pflänzchen total verzwirnt? Teufelszwirn

Unscheinbar schlingt er sich um verschiedenste Pflänzchen, vor allem um Karotten, Leguminosen, Kohlgewächse und verschiedene Gewürzkräuter wie Basilikum, Kümmel oder Majoran - der Teufelszwirn. Der Teufelszwirn (Cuscuta) bzw. auch Klee- oder Hexenseide genannt lebt als Vollschmarotzer auf Kosten seiner Wirtspflanze. Da er selbst weder Wurzeln noch Blätter ausbildet, zapft er über spezielle Saugorgane seine Wirtspflanzen am, um sich von den fremden Pflanzensäfte zu ernähren. Im Gemüsebau ist es daher eine unangenehme Sache mit dem Zwirn, da er für Ernteeinbußen durch Nährstoff- und Wasserentzug sorgen kann. Einmal etabliert, ist er nur mühsam wieder loszubekommen, denn er produziert Unmengen an Samen, die lange keimfähig bleiben und somit lange im Erdreich schlummern können, ehe erneut geeignete Wirtspflanzen befallen werden. Sind die Pflänzchen umschlungen mit Stängeln, die hell- bis rötlichgelbe Schuppenblätter besitzen, so sollte die gesamte Pflanze rasch entsorgt werden, um eine Weiterverbreitung zu vermeiden.

 

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