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Verschiedene Gartengeräte auf einem Tisch

Gartentipps

Unsere Gartentipps sind passend zur Jahreszeit abgestimmt und geben Ihnen Informationen rund um das Thema "Garteln".

Juli 2025

Wurmkompost

(Quelle: AdobeStock_Maryana)

Kompostrotte

Pflanzliche Abfälle, Luft, Wärme und Feuchtigkeit sind die grundlegenden Zutaten, die Mikroorganismen benötigen, um die Rotte im Komposthaufen in Gang zu halten. Gerade an heißen Sommertagen trocknet der Kompost jedoch schnell aus, weshalb gelegentliches Nachgießen sinnvoll ist. Am besten werden dafür mit dem Stiel einer Mistgabel tiefe Löcher in den Haufen gebohrt, damit das Wasser auch das Innere erreicht. Guter Kompost sollte dauerhaft etwa so feucht sein wie ein ausgedrückter Schwamm, feucht, aber niemals nass. Mitunter lohnt es sich, den Haufen umzusetzen. Wenn ein unangenehm fauliger Geruch entsteht, deutet das auf Sauerstoffmangel hin. Durch das sorgfältige Durchmischen mit gröberem nicht so feuchtem Strukturmaterial wie gehäckselter Strauchschnitt gelangt wieder Luft in die Masse, was die Mikroorganismen aktiviert und die Rotte deutlich beschleunigt. Kompost wird nicht umsonst „schwarzes Gold“ genannt: Er enthält unzählige wertvolle Mikroorganismen sowie reichlich Nährstoffe. Bei der Ausbringung im Garten düngt er nicht nur, sondern verbessert auch langfristig die Bodenstruktur. Eine ausreichende, aber mäßige Wasserversorgung ist dabei essenziell, denn nur mit genügend Feuchtigkeit bleiben die Bodenlebewesen aktiv und der Rotteprozess läuft ungehindert weiter.

 

Lavendel

Damit Lavendel gesund, schön und kompakt wächst, ist ein regelmäßiger Schnitt unverzichtbar. Der Sommerschnitt erfolgt direkt nach der Blüte, sobald die Ähren verblüht sind. Dabei werden die Triebe um etwa ein Drittel eingekürzt. Dieser Schnitt sorgt dafür, dass die Pflanze ihre Kraft nicht in die Samenbildung steckt, sondern neue, kräftige Triebe bildet. Im Frühjahr, von Ende März bis Anfang April, folgt ein weiterer Rückschnitt um rund ein Drittel. Dieser gilt als wichtiger Verjüngungsschnitt, denn er regt den Lavendel dazu an, aus der Basis neue Triebe zu entwickeln und dadurch langfristig dicht und formschön zu bleiben. Wurde der Lavendel jedoch über Jahre nicht geschnitten, sollte man besonders vorsichtig vorgehen. Ein zu tiefer Rückschnitt in alte, bereits verholzte Triebe kann problematisch sein, denn von dort treibt die Pflanze nur sehr langsam oder gar nicht wieder aus. Der sonnenverwöhnte Lavendel liebt zudem magere, gut durchlässige und kalkhaltige Böden. Staunässe verträgt er überhaupt nicht, da sie zu Wurzelfäule führen kann. Auch ein zu nährstoffreiches Substrat wirkt sich ungünstig aus, denn es fördert das Blattwachstum, macht den Strauch jedoch blühfaul und erhöht seine Frostempfindlichkeit. Mit einem passenden Standort und regelmäßiger Pflege bleibt Lavendel über viele Jahre vital und reichblühend.

 

Verwertungsmöglichkeiten für Rasenschnitt

Über die Gartensaison kann im Garten viel Rasenschnitt anfallen. Es wäre viel zu schade, das Schnittgut über die Biotonne zu entsorgen, denn es gibt mehrere Verwertungsmöglichkeiten im eigenen Garten. Einerseits kann der Rasenschnitt direkt als Mulchmaterial unter Gehölzen, auf Baumscheiben oder auch im Gemüsegarten verwendet werden. Frischer Rasenschnitt ist meist sehr feucht und sollte deswegen nur in einer geringen Höhe von 2-3 cm aufgebracht werden, weil es ansonsten gleich zu Fäulnis kommen kann. Das Schnittgut kann auch ein bis zwei Tage angetrocknet werden und danach verwendet werden. Es ist ebenfalls zu beachten, ob beim Zeitpunkt des Schnittes viele Samenunkräuter geblüht oder bereits Samen angesetzt haben, denn die beinhalteten Samen können später auf der aufgebrachten Fläche wieder zu keimen beginnen. Eine weitere Möglichkeit den Rasenschnitt im Garten zu verwerten ist das Kompostieren. Doch auch hier sollte auf eine gute Belüftung geachtet werden und zwischen dem Schnittgut gut zerkleinert oder gehäckselte Äste und Zweige gelegt werden, um Fäulnis vorzubeugen und damit die Bodenlebewesen das organische Material gut umsetzen können.

 

Juli im Gemüsegarten

Der Juli ist ein besonders ertragreicher Monat im Gemüsegarten. Wichtig für eine reiche Ernte ist das richtige Gießen. Besser seltener gründlich wässern als sehr häufig und dafür nur wenig. Gegossen wird direkt zum Wurzelbereich, möglichst morgens. Eine Mulchschicht aus z.B. Rasenschnitt hält die Feuchtigkeit im Boden und reduziert den Wasserbedarf. Starkzehrer wie Tomaten, Gurken, Kürbisse sind weiterhin dankbar für eine Düngung mit z.B. Brennnesseljauche. Tomaten sollten regelmäßig ausgegeizt und Lauch angehäufelt werden. Schossender Salat bleibt zwar essbar, wird jedoch oft zäher und leicht bitter. Frühkartoffeln können geerntet werden. Sie schmecken besonders gut frisch gekocht mit Schale und sollten wegen ihrer geringen Lagerfähigkeit nur nach Bedarf geerntet werden. Das freiwerdende Beet eignet sich z.B. für Erdbeeren als Nachkultur. Auch Salate wie Kopf-, Eis-, Römer- und Pflücksalat stehen nun reichlich zur Verfügung. Buschbohnen, Karotten, Rettich, Frühlingszwiebeln, Schalotten, Gurken, Zucchini, Paprika, Mangold und die ersten Tomaten können geerntet werden. Rettiche, Radieschen und Rote Rübe sollten regelmäßig ausgedünnt werden. Für eine reichliche Ernte im Herbst sollten nun Kulturen wie Karotten, Fenchel, Rote Rübe, Winterrettich, Radieschen und Zuckerhut gesät werden. Ab Mitte Juli wollen auch Pflänzchen wie Chinakohl und Pak Choi gepflanzt werden.

 

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