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Verschiedene Gartengeräte auf einem Tisch

Gartentipps

Unsere Gartentipps sind passend zur Jahreszeit abgestimmt und geben Ihnen Informationen rund um das Thema "Garteln".

Oktober 2026

Laubhaufen

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Herbstlaub

Mit dem Herbst beginnt die Zeit des bunten Laubfalls. Anstatt das gesamte Laub zu entsorgen oder zu kompostieren, empfiehlt es sich, einen Teil davon in einer ruhigen, geschützten Gartenecke zu einem lockeren Haufen aufzuschichten. Dieser bietet zahlreichen Nützlingen wie Igeln, Amphibien, Reptilien und vielen Insektenarten ein wichtiges Winterquartier. Besonders geeignet sind Blätter von Buche, Eiche, gesunden Kastanienbäumen oder Walnuss, da sie sich vergleichsweise langsam zersetzen und dadurch über viele Monate hinweg Schutz und Isolierung bieten. Erst im Frühjahr, wenn die Tiere ihre Verstecke verlassen haben, kann das verbliebene Laub dem Kompost zugeführt werden. Auch im Garten selbst lässt sich Herbstlaub vielseitig einsetzen. Als Mulchschicht auf Gemüsebeeten, unter Hecken und Sträuchern oder zwischen Stauden schützt es den Boden vor Austrocknung, starken Temperaturschwankungen und Verschlämmung durch Niederschläge. Gleichzeitig wird das Bodenleben gefördert, da Regenwürmer und Mikroorganismen das organische Material nach und nach in wertvollen Humus umwandeln. Für Kübelpflanzen bietet Laub ebenfalls einen wirksamen Winterschutz. Dazu werden die Pflanzgefäße beispielsweise in Jutesäcke gestellt und die Zwischenräume großzügig mit trockenem Laub locker ausgefüllt. Die natürliche Isolierung schützt den Wurzelbereich vor Frost und Temperaturschwankungen. Wer im Herbst noch den Rasen mäht, kann kleinere Laubmengen gleichzeitig mit dem Mäher zerkleinern. Vermischt mit Häckselgut und organischen Küchenabfällen entsteht auf dem Komposthaufen nährstoffreicher Kompost, der später als wertvoller Naturdünger im Garten verwendet werden kann.

 

Abgeblühte Staudenbeete

Wenn der Herbst Einzug hält, wirkt der Garten oft weniger farbenprächtig. Verblühte Stauden, trockene Stängel und braunes Laub verleiten viele Gartenbesitzer dazu, Beete vor dem Winter gründlich aufzuräumen. Aus ökologischer Sicht ist jedoch Zurückhaltung gefragt. Abgeblühte Staudenstängel sollten möglichst bis zum Frühjahr stehen bleiben, da sie zahlreiche Vorteile bieten. Das abgestorbene Pflanzenmaterial schützt die Pflanzenbasis vor Kahlfrösten und trägt dazu bei, den Boden vor starken Temperaturschwankungen zu bewahren. Gleichzeitig dienen hohle oder markhaltige Stängel von Pflanzen wie Sonnenblumen, Malven oder Königskerzen vielen Insekten, insbesondere Wildbienen, als wertvolle Winterquartiere. Auch Vögel profitieren von einem naturnahen Garten. Die Samenstände von Stauden, Kräutern und Gräsern, etwa von Sonnenhut, Disteln oder Sonnenblumen, liefern bis weit in den Winter hinein eine wichtige Nahrungsquelle. Arten wie der Stieglitz finden hier reichlich Futter. Darüber hinaus besitzen viele Samenstände einen hohen Zierwert. Mit Raureif, Schnee oder Eis überzogen setzen sie reizvolle Akzente und bereichern die winterliche Aussicht. Erst im Frühjahr, wenn die neuen Triebe sichtbar werden, sollte das abgestorbene Material zurückgeschnitten werden.

 

Der Gartenteich

So mancher Wasserbewohner sucht sich im Herbst ein gemütliches Plätzchen an Land und kehrt erst nächstes Frühjahr wieder zurück ins kühle Nass. Libellenlarven, manche Froscharten und etliche andere Kleinlebewesen, wie z.B. Büschelmückenlarven Wasserschnecken, und Wasserskorpione verbringen die Winterzeit am Teichgrund. Die Kälte stellt bei ausreichender Tiefe und Größe des Teiches für diese angepassten Tiere kein Problem dar. In etwa 30 % der Teichfläche sollten deshalb unter die Frostgrenze reichen. Diese liegt bei durchschnittlich 80 cm - Im Osten Österreichs sind das mindestens 60 cm im Westen oder höheren Lagen bis zu einem Meter. Pflanzen der Flachwasserzone (in ausreichender Menge) dienen dabei dem Gasaustausch im Winter. Entfernen Sie also nur abgestorbene Teile, die ins Wasser hängen. Angebrachte Laubschutznetze nach dem Laubfall wieder abnehmen.

 

Jungbäume im Winter schützen

Der Anblick von Rehen im Winter ist oft idyllisch – im Garten können sie jedoch großen Schaden anrichten. Besonders junge Obstbäume sind gefährdet. Hungrige Rehe und Feldhasen knabbern gern an Rinde, Knospen und Trieben. Die Folgen reichen von Wachstumsstörungen bis hin zum Absterben des Baumes. Ein wirksamer Stammschutz in den ersten Jahren ist daher entscheidend. Bewährt haben sich Schilfmatten, die locker um den Stamm bis knapp unter die Krone gebunden werden. Sie schützen nicht nur vor Wildverbiss, sondern auch vor Frostrissen durch die Wintersonne. Alternativ kann ein heller Stammanstrich aus Kalk und Lehm aufgetragen werden. Ergänzt mit Sand oder Blutmehl wirkt er abschreckend auf Wildtiere und verhindert Spannungsrisse, weil die weiße Farbe das Sonnenlicht reflektiert. Solange Gehölze klein sind, hilft zudem der Einsatz von ökologischen Wildverbissmitteln. Diese werden auf Knospen und Triebe gespritzt und riechen für Rehe oder Hasen unangenehm. So überstehen junge Bäume die kritischen ersten Jahre unbeschadet und können sich zu gesunden, tragfähigen Obstlieferanten entwickeln.

 

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