Gartentipps
Unsere Gartentipps sind passend zur Jahreszeit abgestimmt und geben Ihnen Informationen rund um das Thema "Garteln".
April 2026
(Quelle: StockAdobe_c_PetraSchueller)
Rhabarberblüten
Rhabarber bildet Blüten, wenn er im Winter mindestens Monate Temperaturen unter 10 °C ausgesetzt war. Dann steckt die Pflanze viel Energie in Blütenstand und Samenbildung statt in kräftige, saftige Stängel. Wer eine möglichst große Ernte anstrebt, sollte deshalb die Blütenknospen frühzeitig ausbrechen, idealerweise bereits im Knospenstadium. So bleibt mehr Kraft für die Ausbildung zahlreicher Stängel. Lässt man die Knospen jedoch stehen, entwickelt der Rhabarber imposante, bis zu zwei Meter hohe Blütenstände mit cremefarbenen, rosa überhauchten Rispen, die je nach Witterung im Mai und Juni erscheinen und besonders für Insekten wertvoll sind. Die Blüte verändert die Inhaltsstoffe der Stängel nicht. Sowohl Knospen als auch Blüten sind essbar. Sie können ähnlich wie Brokkoli oder mariniert zubereitet werden. Bildet der Rhabarber im Frühjahr plötzlich Knospen, entscheidet man also zwischen maximaler Ernte oder dekorativer Blüte und zusätzlicher Nahrung für Insekten.
Eingewöhnungszeit für Jungpflänzchen
Wer vorgezogene Setzlinge mit deren langen, weichen Stängeln direkt in die pralle Sonne ins Freie pflanzt, riskiert Schäden an den Jungpflanzen. Die Pflanzen knicken leicht, bekommen Sonnenbrand oder werden von Schnecken angefressen. Deshalb müssen sie am besten schon einige Wochen vor dem Auspflanzen abgehärtet werden. Denn mit langsam zunehmendem UV-Licht bilden die Blätter dickere Wachsschichten und einen eigenen UV‑Schutz. Dadurch werden sie fester, kompakter, aromatischer und dunkler. Eigenschaften, die auch Schnecken weniger anziehend finden. Rote Sorten entwickeln zudem erst in der Sonne ihre typische Färbung. Werden Fensterbankpflanzen jedoch sofort vollsonnig gestellt, verbrennen die Blätter und zeigen weißliche Flecken. Das schwächt die Pflanzen, auch wenn sie nicht eingehen. Besser ist eine langsame Gewöhnung. An warmen Tagen tagsüber an einen
windgeschützten, halbschattigen bis schattigen Platz draußen stellen, nachts wieder hineinholen. Auch gekaufte oder im Gewächshaus vorgezogene Jungpflanzen brauchen diese Eingewöhnungszeit. Mediterrane Arten wie Tomaten oder Paprika bleiben an Regentagen drinnen, robuste Kohlarten dürfen bei mildem Nieselwetter raus, idealerweise erhöht, damit Schnecken nicht an die zarten Blätter herankommen.
Moos – nützlicher Lästling im Rasen
Moos ist anspruchslos und gedeiht besonders an schattigen und feuchten Standorten. Plätze, an deren wenige andere Pflanzen gut wachsen. Zusätzlich braucht Moos kaum Pflege, es muss weder gemäht, gedüngt, noch gegossen werden. Nach längeren Trockenperioden erholt es sich rasch nach einem Regenschauer. Trotzdem ist Moos kein gern gesehener Gast im Garten und wird immer wieder entfernt. Dabei ist es unglaublich wertvoll und nützlich. Moos besitzt selbst keine Wurzeln und muss daher Wasser und Nährstoffe aus der Luft aufnehmen und bindet dabei gleichzeitig Schadstoffe. Mit Hilfe der vielen kleinen Blätter hat Moos eine besonders große Oberfläche, im Gegensatz zu anderen Pflanzen, und kann dadurch besser Stoffe aufnehmen und die Luft reinigen. Weiters ist Moss ein wichtiger Lebensraum für viele kleine Tiere und dient als Versteck oder als Überwinterungsquartier im Winter. Diese kleinen Insekten ziehen wiederum andere Tiere und Nützlinge an, die auf der Suche nach Nahrung sind. Wer Moos im Garten bewusst zulässt, fördert nicht nur ein gesundes Mikroklima, sondern schafft zugleich einen wertvollen Rückzugsort für zahlreiche kleine Lebewesen.
Stachelbeerblattwespe
Die Blätter von Stachelbeeren und Ribisel werden gerne von den raupenähnlichen Larven der Stachelbeerblattwespe verspeist. Ab April schlüpfen die ersten Blattwespen aus im Boden überwinternden Puppen. Die schwarzen Insekten mit gelbem Hinterleib legen ihre Eier an der Blattunterseite ab. Nach etwa 2 Wochen schlüpfen die grüngelb gefärbten Larven. Die Tiere beginnen sofort zu fressen. Durch den Schabefraß entstehen zunächst Löcher, bis hin zum völligen Kahlfraß. Je nach Stärke des Befalls reifen die Früchte nicht mehr aus. Sie können 3-5 Generationen pro Jahr bilden, daher ist mit einem Befall bis in den Herbst zu rechnen. Kontrollieren Sie ab April regelmäßig die Sträucher. Blätter mit Eiern sollten entfernt und Larven am besten morgens abgesammelt bzw. mit einem starken Wasserstrahl abgespritzt werden. Taunasse Triebe können fein mit Gesteinsmehl oder Algenkalk bestäubt werden.
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