Gartentipps
Unsere Gartentipps sind passend zur Jahreszeit abgestimmt und geben Ihnen Informationen rund um das Thema "Garteln".
Juni 2026
(Quelle: StockAdobe_c_FranzPfluegl)
Mulchmähen
Rasengräser sind zwar sehr schnittverträglich, dennoch sollte die Schnitthöhe des Rasenmähers an heißen Sommertagen auf mindestens fünf Zentimeter eingestellt werden. Vor allem zur Schonung der Kräuter wie Gänseblümchen, Schafgarbe usw. lohnt sich eine höhere Mahd. Denn diese Kräuter beschatten den Boden besser und reduzieren so die Verdunstung. Kräuter haben generell ein tieferes Wurzelwachstum als Gräser, wodurch Trockenperioden deutlich besser überstanden werden. Besonders positiv wirkt sich das Mulchmähen, also das Mähen ohne Fangkorb, aus. Dabei werden nur die obersten Spitzen der Halme abgeschnitten und als feines Schnittgut im Rasen belassen. Diese Mulchschicht schützt den Boden vor dem Austrocknen, versorgt das Bodenleben mit organischem Material und führt dem Rasen einen Großteil der Nährstoffe wieder zu. Das Mähen sollte idealerweise in den späteren Nachmittagsstunden erfolgen, damit die frischen Schnittstellen nicht in der Mittagshitze verbrennen. Auf staunassen Böden hingegen ist vom Mulchmähen abzuraten, da sich dort leicht eine Filzschicht aus abgestorbenen Halmen bilden kann, die die Belüftung des Bodens beeinträchtigt und das Wachstum der Gräser hemmt.
Die Sterndolde – ein auffälliger Doldenblütler
Die Sterndolde Astrantia ist eine heimische Wildstaude, die zur Familie der Doldenblütler gehört. Die Gattung der Sterndolde umfasst eine kleine Gruppe an Arten, wobei die Große Sterndolde Astrantia major die gängigste Art mit den auffälligsten Blüten ist. In der Vergangenheit wurden viele verschiedene Sorten gezüchtet, mit einem Farbspektrum von weiß über zartrosa bis hin zu einem kräftigen Rot. Die Doldenblütler öffnen je nach Sorte von Juni bis September ihre Blüten und ziehen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Aufgrund ihrer besonderen Blüten und ihrem filigranen Erscheinungsbild ist die Sterndolde zu einer beliebten Schnittblume geworden und auch im Staudenbeet lockert sie jede Bepflanzung auf. Der Standort sollte absonnig bis halbschattig sein und sie bevorzugen einen nährstoffreichen Boden, der gut mit Wasser versorgt ist. Ein Platz unter einem laubabwerfenden Gehölz würde sich zum Beispiel gut anbieten. Die Sterndolde sät sich gerne selbst aus und kann sich dadurch an optimalen Standorten stark ausbreiten. Um eine Selbstaussaat zu vermeiden, sollten die Blütenstände nach dem Verblühen abgeschnitten werden. Die Blattmasse kann über den Winter stehen gelassen und im Frühjahr vor dem Neuaustrieb entfernt werden.
Tomaten ausgeizen
Tomaten zählen zu den beliebtesten Gemüsepflanzen und sind im Sommer in nahezu jedem Garten oder Balkon zu finden. Um eine gute Ernte zu bekommen und übermäßiges Wachstum zu kontrollieren, ist das sogenannte Ausgeizen eine wichtige und regelmäßige Pflegemaßnahme. Beim Ausgeizen werden die jungen Triebe, die sich in den Blattachsen der Tomatenblätter bilden, entfernt. Umso früher, desto besser, damit keine großen Wunden bei der Entfernung entstehen. Würden diese Triebe belassen werden, entwickeln sich viele Seitentriebe mit großer Blattmasse und weniger Blüten. Ein Großteil der Energie der Pflanze würde dadurch für die Bildung von Trieben und Blättern verwendet werden und der Fruchtansatz wird insgesamt geringer ausfallen. Aufgrund des breiten Wachstums bräuchten dann die Tomatenpflanzen auch mehr Platz und könnten weniger dicht bepflanzt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch das Ausgeizen die Pflanze ausgelichtet wird und nach einem Regen die Blätter rascher abtrocknen können. Zu dichte Tomatenpflanzen haben öfters mit Pilzkrankheiten zu kämpfen. Gleichzeitig gelangt weniger Sonne zu den Früchten, wodurch das Aroma weniger stark ausgebildet wird.
Ameisen im Hochbett
Im Prinzip sind Ameisen keine Schädlinge, sondern ein wichtiger Teil des Ökosystems. Sie gehören zu einer der häufigsten Lebensformen auf der Welt und daher werden die emsigen Krabbler immer wieder im Garten auftauchen. Treten Ameisen allerdings in Massen auf, werden sie natürlich zu Lästlingen. Gerade im Hochbett siedeln sie sich gerne an. Die Tiere bevorzugen trockene Bereiche. Die betroffene Erde sollte durchdringend, über mehrere Tage gewässert werden. Zeitgleich stülpt man einen mit Holzwolle gefüllten Tontopf auf die Erde über das Ameisennest im Hochbeet. Die Ameisenkönigin wird wahrscheinlich mit einem Großteil des Staates in den Tontopf umziehen. Es kann bis zu zehn Tage dauern, bis die Ameisen das neue Nest annehmen. Erst danach sollten die Tiere umgesiedelt werden. Feucht halten und regelmäßig die Erde lockern, vermiest den Ameisen eine Wiederansiedelung. Geruchsmethoden mit ätherischen Ölen auf Tonscheiben ausgebracht, stark riechend Pflanzenjauchen aus z.B. Hollunder sowie Wermut- oder Knoblauch Tee schaffen ebenfalls Abhilfe. Betroffene Gemüsepflanzen mit Wasser abspritzen und mit Gesteinsmehl bestäuben sowie
Vogerlsalat als Zwischenkultur setzen kann sich als hilfreich erweisen. Häufig vorkommende Arten wie die Gelbe Wiesenameise oder die schwarze Wegameise dürfen im Garten eigenhändig umgesiedelt werden. Waldameisen hingegen stehen unter strengem Artenschutz. Es ist verboten, sie ohne Genehmigung zu stören oder umzusiedeln.
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