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Verschiedene Gartengeräte auf einem Tisch

Gartentipp Monat Mai 2026

Mai 2026

Boden

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Feuerwanzen

Sobald im Frühling die ersten Sonnenstrahlen den Boden erwärmen, treten die bekannten rot‑schwarzen, flugunfähigen Feuerwanzen in großen Gruppen am Fuß von Baumstämmen oder auf offenen sonnigen Bodenflächen auf. Oft werden sie mit Käfern verwechselt. Tatsächlich sind Feuerwanzen vollkommen harmlos und richten keinerlei Schäden an Pflanzen oder im Garten an. Sie ernähren sich hauptsächlich von herabfallenden Samen von Bäumen, auch Samen von krautigen Pflanzen werden nicht verschmäht. Sie stechen die Samen an und saugen deren Saft aus. Gelegentlich stehen tierische Nahrungsquellen wie Insekteneier und tote Insekten auf ihrem Speiseplan. Feuerwanzen sind weder giftig noch schädlich, ihre auffällige Warnfärbung dient nur dazu, Fressfeinden einen bitteren Geschmack vorzutäuschen. Auch wenn sie vereinzelt an krautigen Pflanzen saugen, verursachen sie keine nennenswerten Schäden, im Gegenteil, denn selbst an Schneckeneiern wird gesaugt.

 

Weißer Schaum an Gartenpflanzen – wer steckt dahinter?

Wird an Grashalmen, Stauden oder gelegentlich auch an Sträuchern und Gemüsepflanzen weißer Schaum entdeckt, ist der Verursacher die Larve der Wiesenschaumzikade Philaenus spumarius. Die Zikade legt ihre Eier im Herbst in Blattachseln ab und im Mai und Juni schlüpfen daraus die Larven. Aus dem Hinterleib scheidet die Zikadenlarve eine eiweißhaltige Flüssigkeit, die mit Hilfe von Schleimstoffen und durch Hinzufügen von Luftbläschen aus der Atemhöhle einen stabilen Schaum bildet. Der Schaum dient der Larve als Schutz vor Fressfeinden, Austrocknung und auch als Versteck. Obwohl der Schaum nicht sehr angenehm aussieht, stellt er keine Gefahr für Pflanze oder Mensch dar. Auch die Larve oder die adulte Schaumzikade selbst richtet meist keinen nennenswerten Schaden an der Pflanze an. Nur bei sehr starkem Auftreten können, durch das Anstechen mit dem Saugrüssel, Welkeerscheinungen an der Pflanze auftreten. Stört der Schaum dennoch, kann dieser mit reinem Wasser abgespült werden.

 

Mist als Dünger

Verrotteter Pferde-, Rinder- oder Schafmist ist ein wertvoller, biologischer Dünger und Bodenverbesserer. Er liefert dem Boden viele wichtige Nährstoffe und sorgt für reichlich Humus. Damit die Pflanzen keine Schäden an den Wurzeln bekommen, sollte der Mist jedoch mindestens ein Jahr lang abgelagert sein. Frischer Mist ist zu stark und kann Wurzeln „verbrennen“. Im Gemüsegarten werden nur Beete für Starkzehrer mit Stallmist versorgt, also Pflanzen, die besonders viele Nährstoffe brauchen. Auch in Frühbeetkästen kann Mist eingesetzt werden. Allerdings sollte der Mist dort höchstens alle drei Jahre ausgebracht werden, damit der Boden langfristig gesund bleibt. Mist enthält natürlicherweise Phosphor, Kalium und Stickstoff und es sollten nicht mehr als 1-2  Kilogramm pro Quadratmeter ausgebracht werden. Im Handel erhältliche Mistpellets lassen sich leicht ausstreuen und riechen kaum, liefern aber weniger Humus als echter, verrotteter Mist. Schafwollpellets bestehen aus zerkleinerter, ungewaschener Wolle. Sie sind milde Dünger mit langfristiger Wirkung. Besonders in Töpfen, Kübeln und Hochbeeten verbessern sie die Bodenstruktur, lockern die Erde und liefern zusätzlich Humus.

 

Erholungskur für den Boden
Der Gartenboden benötigt regelmäßige Regenerationsphasen. Überall dort, wo die Erde in den vergangenen Jahren intensiv durch Stark‑ oder Mittelzehrer beansprucht wurde, empfiehlt sich der Einsatz einer Gründüngung. Wurde diese nicht bereits im April angesät, ist der Mai ein idealer Zeitpunkt dafür. Gründüngung lockert den Boden, verbessert seine Struktur und reichert ihn mit wertvollen Nährstoffen an. Besonders Pflanzen aus der Familie der Schmetterlingsblütler – wie Klee, Wicken, Bohnen oder Lupinen – spielen dabei eine wichtige Rolle. In ihren Wurzelknöllchen leben Bakterien, die Stickstoff aus der Luft binden und dem Boden zugänglich machen. Nach dem Abmähen verbleiben sowohl das Pflanzenmaterial als auch die Wurzeln im Boden und dienen den Bodenorganismen als Nahrungsquelle. Die Pflanzen verrotten direkt vor Ort und die freigesetzten Nährstoffe stehen den nachfolgenden Kulturen zur Verfügung.

 

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