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Verschiedene Gartengeräte auf einem Tisch

Gartentipp Monat August 2026

August 2026

Streuobstwiese

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Obstbäume gießen 

Bei anhaltender Trockenheit im August freuen sich Obstbäume aufgrund der Fruchtreife über eine zusätzliche Bewässerung. Die benötigte Wassermenge hängt von den Witterungsumständen, der Art und Größe des gepflanzten Baumes sowie der Bodenart und den Standortbedingungen ab. Besonders junge Obstbäume brauchen regelmäßig ausreichend Wasser. Tiefes, durchdringendes Gießen ist dabei besser als häufiges oberflächliches Wässern. Bei häufigem Wässern mit geringen Wassermengen kommt es nur zu einer oberflächlichen Wurzelbildung, die Standfestigkeit des Baumes sowie die Möglichkeit, Wasser aus tieferen Bodenschichten zu ziehen, leiden sehr darunter. Die Modellierung eines „Gießrandes“ verhindert das Abfließen des Wassers. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Gartenfaser hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Junge Bäume benötigen 1 bis 3-mal pro Woche etwa 30-40 Liter Wasser. Ältere Bäume mit viel Fruchtbehang 1 mal pro Woche 50-100 Liter Wasser. Um die Verdunstung zu reduzieren, gießen Sie die Bäume am besten früh morgens oder abends.

 

Walnussfruchtfliege

Zeigen sich schwarze Nüsse in der Krone von Walnussbäumen oder fallen diese vorzeitig ab, ist meist eine kleine Fliege der Verursacher. Die Walnussfruchtfliege Rhagoletis completa wurde aus den USA eingeschleppt und breitet sich seit einigen Jahren immer stärker aus. Die bis zu 8 Millimeter große Fliege überwintert als Puppe im Boden, meist im Umkreis der Baumkrone und schlüpft ab Ende Juni. Anschließend kommt es zur Paarung und das Weibchen legt die Eier in die grüne Fruchtschale ab. Die schlüpfenden weißlich-gelb gefärbten Larven ernähren sich von der Schale, wodurch diese weich, schwarz und schleimig wird. Bei einem starken Befall kann auch die Nussschale selbst schwarz werden und somit auch manchmal der eigentliche Nusskern beeinträchtigt werden. Nach einer mehrwöchigen Fraßtätigkeit lassen sich die Larven selbst oder gemeinsam mit den Nüssen zu Boden fallen, um sich wieder im Boden zu vergraben, zu verpuppen und hier den Winter zu verbringen. Pro Jahr bildet die Walnussfruchtfliege eine Generation. Verwechslungsmöglichkeiten gibt es mit Krankheiten, wie z.B. dem Marssonina-Blattfleckenpilz oder dem bakteriellen Walnussbrand. Ein entscheidendes Erkennungsmerkmal für die Walnussfruchtfliege sind die Larven in der Fruchtschale. Um die Fliege zu bekämpfen, sollten im Herbst herabfallende Nüsse regelmäßig abgesammelt werden, um die Abwanderung in den Boden zu verhindern. Zusätzlich kann im Herbst auch ein Vlies, bzw. Kulturschutznetz verwendet werden, mit dem der Boden im gesamten Kronenbereich gut abgedeckt wird . Diese Maßnahme kann auch ab Juni durchgeführt werden, um die schlüpfenden Fliegen zu hindern in die Krone zu fliegen. Auch Hühner können einen wertvollen Beitrag leisten, durch das Scharren und Aufpicken der Insekten. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von speziellen Nematoden gegen die Walnussfruchtfliege im Herbst.

 

Ernte Gurke/Zucchini

Bei Gurken und Zucchini gilt, je früher und regelmäßiger geerntet wird, desto üppiger fällt der Gesamtertrag aus. Werden die Früchte zu lange an der Pflanze belassen, steckt diese ihre Energie verstärkt in Reife und Samenbildung. Dadurch entstehen weniger neue Blüten, und der Ertrag nimmt deutlich ab. Junge Früchte hingegen schmecken aromatischer, enthalten weniger faserige Bestandteile, haben eine zarte Schale und ein besonders saftiges Fruchtfleisch, ein klarer Vorteil in der Küche. Bei der Ernte sollte man sehr behutsam vorgehen. Gurken und Zucchini dürfen nicht abgerissen werden, da dies die empfindlichen Triebe verletzt. Stattdessen werden die Früchte mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere sauber abgeschnitten. Das schont die Pflanze und gewährleistet weitere Blüten- und Fruchtbildung. Bei optimalen Wachstumsbedingungen, ausreichend Wärme, regelmäßiger Wasserversorgung und guter Nährstoffzufuhr lässt sich bis in den September hinein kontinuierlich ernten. Besonders in warmen Sommern kommen nahezu täglich neue Früchte nach. Wer also aufmerksam und frühzeitig erntet, fördert nicht nur die Gesundheit der Pflanzen, sondern freut sich über eine lange Saison voller frischer, aromatischer Gartenschätze.

 

Kräutervermehrung

August ist eine gute Zeit, um Kräuter einfach und kostengünstig über unverholzte Kopfstecklinge zu vermehren. Dazu werden mit einer sauberen, scharfen Gartenschere etwa 10 cm lange Stücke von den Spitzen einer gesunden, kräftigen Pflanze abgeschnitten. Die entnommenen Triebe sollten unverholzt aber dennoch fest sein. Der Schnitt erfolgt direkt unter einem Blattknoten. Die oberen 2-3 Blätterpaare müssen übrigbleiben, der Rest wird behutsam entfernt. Es ist wichtig, die Stecklinge sofort nach dem Schnitt in ein Wasserglas zu stellen. Eine Mischung aus torffreier Anzuchterde und Quarz-/ Rasensand (kein Spielsand) ist ein geeignetes Substrat für die neuen Jungpflänzchen. Die Stecklinge werden etwa 2-3 cm tief in die Erde gesteckt, diese muss leicht feucht, aber nicht nass sein. Weidenrindenextrakt kann die Bewurzelung unterstützen. Eine durchsichtige Abdeckung schafft geeignete Bedingungen mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Abdeckung sollte die Blätter aber nicht berühren. Regelmäßiges Lüften gewährleistet die benötigte Luftzirkulation. An einem hellen Platz ohne direktes Sonnenlicht zeigen sich nach 2-4 Wochen die ersten neuen Blätter. Die Abdeckung kann nun entfernt werden und die Stecklinge, sobald diese gut verwurzelt sind, in größere Töpfe oder ins Freiland umgepflanzt werden

 

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