Gartentipp September 2026
September 2026
(Quelle: AdobeStock_superfood)
Bormbeerenpflege
Sobald sich die ersten Brombeeren tiefschwarz färben, beginnt die Erntezeit. Vollreife Brombeeren lassen sich daran erkennen, dass sie sich ohne Kraftaufwand vom Fruchtstand lösen lassen. Da die Früchte nicht alle gleichzeitig ausreifen, lohnt es sich, die Pflanzen regelmäßig zu kontrollieren und über mehrere Wochen hinweg mehrfach zu beernten. Frisch geerntete Brombeeren sind nur begrenzt lagerfähig und sollten möglichst rasch verzehrt oder verarbeitet werden. Überschüssige Früchte können zu Marmelade, Gelee oder Saft verarbeitet und dadurch länger haltbar gemacht werden. Nach Abschluss der Ernte ist auch die richtige Pflege der Brombeerpflanzen wichtig. Brombeeren bilden ihre Früchte an den zweijährigen Ruten. Daher werden nur die bereits abgeernteten Triebe im Herbst oder zeitigen Frühjahr bodennah entfernt. Dies schafft Platz für die kräftigen, jungen Ruten, die im folgenden Jahr den Fruchtansatz tragen werden. Gleichzeitig verbessert der Rückschnitt die Durchlüftung der Pflanze und erleichtert die Pflege. Als typische Waldrandpflanzen bevorzugen Brombeeren einen humosen, ausreichend feuchten Boden. Um die Bodenfeuchtigkeit länger zu erhalten und das Wachstum von Unkraut zu reduzieren, empfiehlt sich eine Mulchschicht aus Häckselgut, Laub oder anderem organischen Material aus dem eigenen Garten. Der Mulch schützt zudem das Bodenleben und fördert langfristig die Bodenfruchtbarkeit, das sind beste Voraussetzungen für eine reiche Brombeerernte im nächsten Jahr.
Gemüse einlagern
Der Herbst ist die Jahreszeit der großen Ernte. Viele Obst- und Gemüsearten werden reif und können eingelagert werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass nur trockene, gesunde und einwandfreie Früchte ohne einen Krankheits- oder Schädlingsbefall für die Lagerung geeignet sind. Fallobst oder beschädigtes Obst und Gemüse faulen schneller und sollten deshalb besser gleich verwertet werden. Kühle, dunkle Lagerräume mit einer hohen Luftfeuchtigkeit sind optimal für Obst und die meisten Gemüsearten. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass ein Mäuseschutz angebracht wird, damit die Nagetiere nicht zu den wertvollen Gartenschätzen gelangen können. Bei wöchentlichen Kontrollen fallen schnell faulige oder schimmelige Früchte auf und können rasch entfernt werden, bevor weiteres Erntegut angesteckt wird. Eine weitere wichtige Maßnahme ist, dass Obst und Gemüse immer getrennt voneinander gelagert werden sollte. Speziell Äpfel, aber auch andere Früchte, strömen Ethylen, das Reifungsgas, aus und beschleunigen den Reifeprozess in ihrer direkten Umgebung.
Frühblüher richtig pflanzen
Frühblüher bringen Farbe und Leben in den Frühlingsgarten. Ob Narzissen, Tulpen, Hyazinthen, Krokusse oder Schneeglöckchen. Sie zaubern schon früh bunte Tupfer ins Beet und sind gleichzeitig wertvolle Nahrung für die ersten Bienen und Hummeln. Damit die Blumenzwiebeln dieser Frühlingsblüher rechtzeitig einwurzeln, werden sie im Herbst gesetzt. Bei der Pflanztiefe hilft eine einfache Faustregel: doppelt bis dreimal so tief wie die Zwiebel dick ist. Kleine Zwiebeln wie Schneeglöckchen oder Krokusse sollten mindestens fünf Zentimeter mit Erde bedeckt sein. Die breite Seite kommt nach unten, die Spitze zeigt nach oben. Besonders harmonisch wirkt es, wenn die Zwiebeln locker ausgestreut und dort eingepflanzt werden, wo sie liegen bleiben. Die Zwiebelpflanzen sollten am besten in Gruppen gepflanzt werden: Tulpen und Narzissen wirken bereits zu dritt oder fünft, Krokusse dürfen dichter stehen. Bei Wühlmausbefall im Garten können als Schutz Drahtkörbe verwendet werden. Frühblüher wie Winterlinge, Schneeglöckchen, Krokusse oder Blausterne sind nicht nur schön, sondern auch unverzichtbar als erste Insektenweide. So wird der Garten schon im zeitigen Frühjahr zum farbenfrohen und summenden Paradies.
„Schwammerl“ im Garten
Pilz ist nicht gleich Pilz. Je nach Art und Auftreten können sie sehr unterschiedlich sein. Die eigentlichen Pilze leben als feines, unterirdisches Geflecht im Boden. Dort bauen sie organische Materialien ab und stehen teilweise in Verbindung mit Bäumen, denen sie Nährstoffe aus dem Boden zugänglich machen. Erscheinen Schwammerl in Beeten oder im Rasen, hängt das meist mit den vorhandenen Bodenbestandteilen zusammen. Zugekaufte Erde mit einem hohen Anteil an Holzfasern oder anderem organischem Material bietet Pilzen oft eine gute Nahrungsgrundlage. Auch alte Wurzeln im Boden werden nach und nach zersetzt und fördern dadurch ihr Wachstum. Die sichtbaren Fruchtkörper richten grundsätzlich keinen Schaden an. Sie werden jedoch immer wieder nachwachsen, solange ausreichend Nahrung im Boden vorhanden ist. Wer sich an ihnen stört, sollte sie möglichst früh entfernen, bevor sie Sporen verbreiten können. Um das Pilzwachstum etwas einzuschränken, können stark verdichtete und feuchte Böden mit Sand verbessert werden. Saure Böden lassen sich durch eine Kalkgabe aufwerten, wobei zuvor unbedingt ein pH-Wert-Test durchgeführt werden sollte. Besondere Aufmerksamkeit ist erforderlich, wenn Pilze direkt aus unverletztem Holz von Bäumen wachsen. Solche parasitischen Baumpilze bauen lebende Holzbestandteile ab und können dadurch die Gesundheit und Standfestigkeit des Baumes beeinträchtigen.
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